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Thursday, September 20. 2007
Ich habe ein Buch geschrieben. Jetzt kann man es kaufen und auch lesen. Es ist der Versuch, eine Lichtung ins Schachtelhalm-Dickicht zu schlagen, ohne gleich alles niederzubrennen.
Christian Grauer: Am Anfang war die Unterscheidung. Der ontologische Monismus – eine Theorie des Bewusstseins im Anschluss an Kant, Steiner, Husserl und Luhmann. Info3 Verlag Frankfurt am Main 2007, 109 Seiten, kartoniert, Euro 13,60 Erschienen als Band 11 in der Schriftenreihe Kontext. ISBN 978-3-924391-37-9 Das Buch kann bei Amazon, über jede Buchhandlung oder direkt beim Verlag (vertrieb@info3.de) bestellt werden. Viel Spaß beim Lesen! Comments
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Schachtelhalm ist nicht nur grün, sondern auch braun. Und gelb und rot, gestreift und kariert, blau, lila, weiß. Alles ist Schachtelhalm, deswegen wirst Du Dich noch öfter an ein neues Design gewöhnen müssen
Das Buch gefällt mir gut, ausser die Aussage auf S. 65, dass die völlige Ununterschiedenheit bzw. die Unbeobachtetheit das Nichts sei. Wie kommst Du darauf? Wenn man beispielsweise in Meditation dorthin gelangt wo nichts unterschieden sowie nichts beobachtet werden kann, ist das überhaupt nicht Nichts. Im Buddhismus wird es die Ekstase der Nicht-Erfahrung genannt und das ist gar nicht Nichts! Es ist das was man nicht beobachten kann.
Eine berechtigter Einwand, den ich mir auch gestellt habe. Ich habe den Begriff "nichts" in Ermangelung eines besseren gewählt. Denn dass es sich um einen paradoxen Sachverhalt handelt - zumindest solange man ihn sprachlich fassen will - ist offensichtlich. Wie soll ich das bezeichnen, was NICHT unterschieden und NICHT beobachtet werden kann? Natürlich ist es nicht NICHTS, sobald ich darüber rede. Aber es ist auch nicht Etwas - dazu müsste ich es schon unterscheiden... Ich denke es fehlt ein Begriff dafür; und natürlich fehlt der notwendigerweise.
Es fehlt der Begriff, einverstanden, gerade deshalb ist es so interessant welchen Begriff man wählt.
Wenn ich sage: es ist Nichts, glaube ich kaum, das jemand motiviert wird, es zu entdecken. Deshalb scheint es mir fruchtbarer, für das Nicht-Benennbare bzw. Nicht-Beobachtbare einen Begriff zu wählen, der wenigstens das Interesse daran weckt! Die Ekstase des Nicht-Beobachtbaren beispielsweise scheint mir da motivierender! Es scheint mir grundsätzlich so, dass uns für alles was uns begegnet die Begriffe fehlen, und mit der Art und Weise welche Begriffe wir wählen konstruieren wir unsere Wirklichkeit, welche nur durch die Begriffswahl wirklich wird. Ich weiß nicht, ob ich motivieren will. Da läuft man ja dann auch Gefahr, falsche Vorstellungen zu provozieren.
Es ist richtig, unsere Wirklichkeit sind die Begriffe, die wir für sie wählen. Aber auch die Begrffe selbst leben nur von dieser Wahl. Vielleicht ist meine Wahl des Begriffes NICHTS auch der Versuch, diesem Begriff eine bestimmte Wirklichkeit zu verleihen und ihn so von seiner schrecklichen Leere zu befreien. Diese Leere war ja durchaus eine der Hauptmotivationen für dieses Buch bzw. meine Gedanken, die darin dargestellt werden. Warum ist denn die Leere schrecklich?
Ich mag die Leere sehr und möchte andere sehr gerne dazu motivieren, sie kennzulernen. Deshalb verwende ich natürlich dafür möglichst einladende Begriffe. Was könnte ich denn damit für falsche Vorstellungen provozieren? Die Leere scheint mir ziemlich ungeeignet dafür, sich davon falsche Vorstellungen zu machen. Gibt es falsche Vorstellungen von der Leere? Das glaube ich kaum. Das Erlebnis der Leere kann sehr schrecklich sein, wenn man sie nur als Abwesenheit erlebt. Natürlich kann man Leere auch positiv erleben, aber der Weg genau dort hin läuft oft - nicht immer - über ein Negativ-Erlebnis der Leere oder des Nichts, der Bedeutungslosigkeit, der Verlassenheit etc.
Falsche Vorstellungen kann man genau dann provozieren, wenn man Begriffe verwendet, die beim Empfänger den Eindruck erwecken, dass diese Leere, vor der er sich fürchtet, in Wahrheit doch ETWAS ist - ein Begriff wie "Extase" kann alle möglichen (falschen) Vorstellungen provozieren, wenn der Vorstellende noch versucht, die Leere abzuwenden und irgend ein höheres Etwas zu finden, das er an seine Stelle setzen kann, statt die "Fülle in der Leere selbst" zu suchen. Wir sind uns offenbar darin einig, dass der Weg zur Leere hin sinnvoll ist, auch wenn gar nicht immer angenehm und ebenso gar nicht leicht. Ebenso darf die Fülle nur in der Leere selbst gesucht werden, sonst wird sie immer enttäuschend sein.
Wie man jetzt Menschen darin unterstützt, diese Leere ganz kennenzulernen und anzunehmen ist natürlich eine Frage, mit der sich spirituelle Lehrer seit Jahrhunderten beschäftigen. Die einen wählen den Weg, die Leere möglichst attraktiv darzustellen (mit den Gefahren der falschen Vorstellungen die enstehen, die dann im richtigen Moment wieder zerstört werden müssen), die anderen wählen den Weg, immer nur auf die Leere hinzuweisen (mit den Gefahren dass Menschen das vorerst gar nicht durchhalten und wieder weglaufen). Wahrscheinlich wählt jeder wahrlich Erleuchtete eine Mischung von beiden je nach Situation und Schüler den er vor sich hat. Einig sind sich wohl alle darin, dass (1) die wahre Fülle nur in der Leere zu finden ist und (2) dass es sehr sehr angenehm, ja sogar extatisch ist wenn man ganz darin lebt. Damit bin ich nun völlig einig. Da ich aber kein spiritueller Lehrer bin sondern selbst auf der Suche, stellt sich mir nicht die Frage, welchen Weg ich darstellen soll. Mein Buch und alles was damit zusammenhängt, dass es entstanden ist, ist ganz allein MEIN Weg.
Lieber Christian,
Haben Sie ueber die erst kuerzlich Veroeffentlung des apokryphen Evangeliums gehoert? Es heisst das Evangelium nach Sebastian und es ist in einem Uribistanihoehle entdeckt worden. Bitte lesen Sie hier darueber: http://www.egoisten.de/files/apokryph.html Es handelt sich um eine grossartige Synchronizitaet, weil der erste Vers des ersten Kapitels dieses Evangeliums ist: "Am Anfang war der Kahlkopf . . ." Also koennte man wirklich entscheiden: welches ist zuerst an der Reihe: die Unterscheidung oder der Kahlkopf? Mit vielen Gruessen aus Los Angeles Tom Mellett Add Comment
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Kategorien Quicksearch Mein Buch: Christian Grauer: Am Anfang war die Unterscheidung. Der ontologische Monismus – eine Theorie des Bewusstseins im Anschluss an Kant, Steiner, Husserl und Luhmann. Info3 Verlag Frankfurt 2007, 109 S. kartoniert, € 13,60 ISBN 978-3-924391-37-9 » Mehr Info Bestellen: » beim Verlag per E-Mail oder über jede Buchhandlung Links Kommentare about Veranstaltung: Bewusstseinstheorie und Meditation Thu, 08.05.2008 20:58 soso... juni wäre sogar noch d rin und dann mache ich den ber icht;-) heute habe ich ob gal lenkoliken vor zu viel a [...] about Veranstaltung: Bewusstseinstheorie und Meditation Wed, 07.05.2008 23:57 Komm doch einfach zur Veransta ltung, dann brauchst Du keinen Bericht about Veranstaltung: Bewusstseinstheorie und Meditation Wed, 07.05.2008 21:32 wie nett, nun machst du doch e ndlich werbung in eigener sach e. kann es sien, dass das aut o jetzt anders herum fäh [...] about Seminar in Frankfurt am 1. Februar Sat, 26.04.2008 21:22 guck mal bei aoea oder bei tc vorbei. es gibt einen bilder-g eschichten wettbewerb. viellei cht hast du lust, mitzumachen about Seminar in Frankfurt am 1. Februar Thu, 17.04.2008 20:54 ok, also wenn du kaffeesatz li est, dann warte ich lieber auf deine offizielle ankndigung h ier;-)) about Seminar in Frankfurt am 1. Februar Thu, 17.04.2008 00:07 Ja, so war's auch gemeint. Abe r das wird sich noch als falsc h herausstellen about Seminar in Frankfurt am 1. Februar Wed, 16.04.2008 21:05 so,so, meine info 3 meldete: 1 4./15. September. da ging ich von einem 2 tägigen seminar au s, nehmen ja auch viele [...] about Seminar in Frankfurt am 1. Februar Sun, 13.04.2008 20:40 wann kommt hier die ankündigun g von dem seminar im september an dem du neben anderen teiln immst, von dem ich gerad [...] about Buch Fri, 04.04.2008 19:47 Lieber Christian, Haben Sie ueber die erst kuerzlich Vero effentlung des apokryphen Evan geliums gehoert? Es heis [...] about Seminar in Frankfurt am 1. Februar Mon, 17.03.2008 21:14 huch welcher nasenmohn taucht hier auf? hier ist seit dem s eminar nix passiert,ist doch o k, bis zum nächsten halt about Seminar in Frankfurt am 1. Februar Fri, 14.03.2008 21:29 Am ersten Februar? Na dann wi rd's aber zeit. about Amazon ist gestorben Sun, 10.02.2008 01:56 Ein Freund von mir hat seine T elekom-Erfahrung aufgeschriebe n: http://derfuchsbau.wordpr ess.com/2008/02/06/dubio [...] Shoutbox
Tue, 29.04.2008 04:30
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