|
Tuesday, July 29. 2008
Auf der vorigen Inkarnation von Schachtelhalm (Schachtelhalm /old) habe ich begonnen, von einem Experiment zu berichten, das sich mit der Rodung von Schachtelhalm befasste. Leider sind die Berichte aufgrund der dramatischen Ereignisse, welche diese Rodung ausgelöst haben, an einem bestimmten Punkte abgebrochen. Jetzt, nachdem die schlimmsten Folgen der Verwüstung behoben sind, möchte ich versuchen, den geneigten Leser über die vorläufigen Ergebnisse in Kenntnis zu setzen.
Wie wir wissen begann das Experiment mit dem Niederbrennen von Schachtelhalm aller Art: Grundsätze, Gewohnheiten, Axiome, Prinzipien, Wörter, Begriffe, Vorstellungen... was auch immer. Das Denken selbst, das all diesen Schachtelhalm hervorbringt, vernichtet ihn auch. Doch wenn alles verbrannt ist, erlischt die Feuersbrunst. Das Denken ist nichts ohne Gedachtes. Das ist das Dilemma des Rationalismus: so wie das Feuer nur aus dem lebt, das es vernichtet, so basiert der Rationalismus auf Irrationalismus. Die äscherne Steppe ist das, was vom Rationalismus übrigbleibt, wenn er sich ernst nimmt! Das darf nicht sein, und so hatten wir im letzen Experiment noch festgestellt, dass etwas übrig sei, das bleibt. Etwas, das die Feuersbrunst überdauere und übrig bleibe. Eine Art Subsistenz des Feuers. Gleichsam ein Urfeuer, das weder brennt noch verbrennt sondern dem Feuer das Sein ist. "Ich" hatten wir es genannt. Subjekt nennen es viele. Schachtelhalm heißt es selbstverständlich auch. Allein, das war ein Irrtum. Das Experiment hat das Gegenteil erwiesen. Und folglich war es ein gutes Experiment. Und da ist auch schon der Grund, warum der Bericht eingestellt wurde: der Berichterstatter ist mitverbrannt! Das Feuer erlosch und es blieb übrig: nichts! Kein Urfeuer, keine Subsistenz, kein Subjekt! Denn das Feuer ist nur da, solange es brennt. Es ist das Brennen selbst und nichts weiter als das Brennen. Und das, auf dem die Flamme ruht, das wird vom Feuer zerstört. Das Feuer ist die einzige echte Metapher des Denkens: es hat kein anderes Sein als das schiere brennen, es besteht im Vernichten von Materie und ist nur, sofern es brennt. Zu glauben, hinter dem Denken verstecke sich ein Subjekt, das vor dem, nach dem und ohne das Denken da sein könnte, ist so absurd wie der Versuch, die Flamme festzuhalten, sie in die Tasche zu stecken und nach Hause zu tragen. Aber genau das wollen die Menschen und deswegen haben sie einen besonderen Schachtelhalm gezüchtet: die Taschenlampe. Mit ihr geht der Rationalist umher und glaubt, damit Licht ins Dunkel bringen zu können. Dabei strahlt er nur Gespenster und Schatten des Schachtelhalm an, den er als Flamme verzehren müsste, um ihn zu erkennen. Rationalismus ist der Irrtum, man könne die Wahrheit erkennen, ohne sie zu vernichten. Als gäbe es eine Flamme, die nicht brennt. |
Kategorien Quicksearch Mein Buch: Christian Grauer: Am Anfang war die Unterscheidung. Der ontologische Monismus – eine Theorie des Bewusstseins im Anschluss an Kant, Steiner, Husserl und Luhmann. Info3 Verlag Frankfurt 2007, 109 S. kartoniert, € 13,60 ISBN 978-3-924391-37-9 » Mehr Info Bestellen: » beim Verlag per E-Mail oder über jede Buchhandlung Links Andere Blogs » A Goy's World
» AnthroNRW » Der Bildschirmarbeiter » Devachan » Egoisten » Info3 Blog » Namenstänzer » nerone » NWA2 » Rudolf Steiner Sphäre |
Sun, 30.11.2008 22:01
Ach mensch, Marco! Ich weiß ü berhaupt nicht, wo ich anfange n soll ... Erstens: Nein - nicht Polemik ist das Pr [...]
Sun, 30.11.2008 18:48
Ja, das scheint ein Streitpunk t zwischen Anthroposophen zu s ein, die einen werfen den ande ren vor, Steiners Werk w [...]
Sun, 30.11.2008 17:20
Ich fürchte, dass wir in sehr unterschiedlicher Richtung unt erwegs sind. Mir ist keineswe gs an einer konservative [...]
Sun, 30.11.2008 15:20
Diese Frage nach der fehlenden Sinnhaftigkeit oder der fehle nden seelischen und geistigen Substanz (damit meine ic [...]
Sat, 29.11.2008 11:46
zum besseren verständnis: i st das hier eine methodendebat te? geht es darum wie jemand etwas wie sagt? ginge [...]
Fri, 28.11.2008 00:03
"wenn man aber für einen Satz den Sie schreiben Seiten von A nmerkungen, Erläuterungen und Richtigstellungen und Re [...]
Thu, 27.11.2008 19:30
Lieber Herr Hau, jetzt mal la ngsam Herr Hau. Ich habe nie e ine Hysterielaterne angehabt, Sie müssen ja gewaltig e [...]
Thu, 27.11.2008 15:03
"Wenn man heute einen unliebsa men Erzieher, Pädagoge oder so nstwas eine Auswischen möchte (auch in Rosenkriege) lä [...]
Tue, 25.11.2008 21:37
Lieber Herr Grauer, ich polem isiere wie ich das für richtig halte, aber danke für Ihre Er läuterungen und Anmerkun [...]
Sun, 23.11.2008 12:03
Polemik ist das grundlegende P roblem in der gesamten Diskuss ion um, über und mit Felix Hau . Leider bleibt man n [...]
Fri, 21.11.2008 01:41
Lieber Herr Finkelsteen, Si e polemisieren unnötig: Herr H aus Worte richteten sich primä r an Herrn Eggert, der k [...]
Thu, 20.11.2008 22:39
Lieber Herr Grauer, den Sumpf von Esowatch werden Sie mit d ieser Rethorik von Herrn Hau n icht trocken legen. Besi [...]
Thu, 20.11.2008 22:32
Lieber Herr Grauer, das wird mir alles zu kompliziert. Ich gehe hier niemandem auf den Le im. Ich weiss auch, dass [...]
Thu, 20.11.2008 21:36
Lieber Herr Finkelsteen, > Ich verstehe Sie nicht Herr G rauer, > dass Sie für so jema nden die Hand ins > Fe [...]
Thu, 20.11.2008 20:28
Lieber Herr Grauer, wer mehr Mitleid mit dem Täter also dem Schwänzlein(mit Weihwasser be sprenkeltem)Lutscher hat [...]